Neben der Herausgabe des Jahrbuchs veranstaltet die Hambach-Gesellschaft eine Reihe von öffentlichen Vorträgen, Aufführungen und Podiumsdiskussionen. Damit Sie sich ein Bild über die Vielseitigkeit unserer Arbeit machen können, führen wir hier eine Reihe von vergangenen Veranstaltungen der Jahre 2020-2024 auf.
Vom 23. bis 26. Mai 2024 veranstaltet die Stadt Neustadt zusammen mit der „Stiftung Hambacher Schloss“ und der deutschlandweiten Organisation „Orte der Demokratiegeschichte“ und weiteren Initiativen „1832 – Das Fest der Demokratie“ in der Historischen Altstadt und auf dem Hambacher Schloss. Das umfangreiche Programm entnehmen Sie bitte den Homepages der „Stadt Neustadt“ als auch der „Stiftung Hambacher Schloss„.
Am 10. April 2024 fand der Vortrag „Mathilde Hitzfeld – Eine Pfälzer Revolutionärin“ von Dr. Regine Heilmann in der Landesbibliothek Speyer statt.
Im März 2024 konstituierte sich in Neustadt an der Weinstraße das „Neustadter Bündnis für Demokratie“, dem inzwischen mehr als dreißig Organisationen, Parteien, Verbände und Vereine – darunter auch die „Hambach-Gesellschaft für historische Forschung und politische Bildung“ – beigetreten sind.
Das Bündnis bekennt sich zur Neustadter Erklärung:
Neustadt an der Weinstraße ist »Demokratiestadt« mit einer lebendigen Zivilgesellschaft und mit unzähligen Engagierten, die sich für unsere freie Gesellschaft einbringen. Zu unserer Stadt gehört das Hambacher Schloss als »Wiege der deutschen Demokratie«, aber auch die heutige NS-Gedenkstätte als eines der frühen Konzentrationslager der Nationalsozialisten. Diese Geschichte bedeutet für uns Auftrag und Verpflichtung.
Der Auftrag lautet: Immer wieder!
- Immer wieder wollen wir eintreten für die Achtung der Würde eines jeden Menschen sowie für die im Grundgesetz garantierten Grundrechte.
- Immer wieder wollen wir anderen mit Respekt, Toleranz und Offenheit begegnen – unabhängig von Herkunft, Sprache, geschlechtlicher Identität und sexueller Orientierung, Religion, Weltanschauung, Alter oder Behinderung. Die Toleranz endet jedoch dort, wo sie ausgenutzt wird, um extremistische und menschenfeindliche Positionen zu vertreten.
- Immer wieder wollen wir jenen helfen, die in Not geraten sind und um Schutz nachsuchen.
- Immer wieder wollen wir den Mut zur Diskussion und zum Aushalten von Positionen mitbringen, die nicht die unseren sind.
- Immer wieder wollen wir im Alltag zeigen, dass Demokratie nicht nur eine Staatsform, sondern auch eine Lebens- und Gesellschaftsform ist – ob in Parteien oder im Sport, in der Gemeinde, in einer Gewerkschaft oder im Verein.
Die Verpflichtung lautet: Nie wieder!
- Nie wieder dürfen menschenfeindliche, antisemitische, rassistische oder sonstige extremistische Positionen oder Übergriffe unwidersprochen bleiben.
- Nie wieder darf das Recht der Persönlichkeit auf Leben und freie Entfaltung beschnitten werden.
- Nie wieder darf es antidemokratischen Kräften gelingen, unsere Demokratie, ihre Regeln und Institutionen zu beseitigen.
- Nie wieder dürfen Gewalt und Willkür über Rechtsstaatlichkeit, Gewaltenteilung und der Unabhängigkeit der Justiz stehen.
- Nie wieder dürfen demokratisch gewählte Politikerinnen und Politiker zum Ziel von blankem Hass, von Diffamierungen und tätlichen Übergriffen werden.
Für diese Werte und Haltungen treten wir alle im »Neustadter Bündnis für Demokratie« ein! Diese Werte und Haltungen wollen wir beim »Fest der Demokratie« feiern.
Am 6. Februar 2024 fand vor dem Landgericht Frankenthal in Sachen „Max Otte“ eine weitere Gerichtsverhandlung statt, das Herr Otte im Sommer 2023 die Hambach-Gesellschaft erneut per Gerichtsbeschluss zwingen wollte, einen Artikel von ihm zu drucken. Die Richterin des Landgerichts wies die Klage ab. Hierzu veröffentlichte Herr Reinhard Breidenbach in der „Rheinpfalz“ den folgenden Artikel. Inzwischen hat Herr Otte gegen das Urteil Berufung beim Oberlandesgericht Zweibrücken eingelegt.
Am 06. Oktober 2023 fand in Zusammenarbeit mit dem Historischen Vereins der Pfalz und der Stiftung Hambacher Schloss die Wissenschaftliche Jahrestagung unter dem Titel „(K)ein Völkerfrühling? Die Revolutionen von 1848/49 statt. Alle Beiträge finden Sie abgedruckt in „Hambacher Jahrbuch 2024“.
Am 11. Juni 2022 fand der Vortrag „Die Hambach-Gedenkfeier auf der Wolfsburg vom 28. Mai 1848“ von Prof. Dr. Wilhelm Kreutz auf der Wolfsburg/Neustadt-Weinstraße statt. Sie finden den Vortrag abgedruckt in „Pfälzer Heimat 76 (2025), S.23-29.
Der Film „Kampf der Demokraten – 1849 und heute“ steht Ihnen auf unserer Website zur Verfügung. Über diesen Link können Sie ihn sich ansehen.
Am 19. November 2020 zeigte die Friedensakademie Rheinland-Pfalz den neuen Dokumentarfilm der Landauer Filmemacher Gabriele und Werner Knauf.
Theodor Graf Fugger-Glött war 1849 in der Festung Landau stationiert. Nach Beginn der sog. „Reichsverfassungskampagne“, deren Ziel es war, die von der Nationalversammlung verabschiedete Reichsverfassung durchzusetzen, quittierte der Offizier seinen Dienst und schloss sich den pfälzischen Freischärlern an. Nach dem raschen Scheitern des Aufstands in der Pfalz wurde Graf Fugger-Glött verhaftet und im März 1850 vom – für ihn gar nicht mehr zuständigen – Kriegsgericht zum Tode verurteilt. Der Dokumentarfilm setzt die entscheidenden Stationen des letzten Lebensjahres des einzigen hingerichteten Freiheitskämpfers ins Bild und unterstreicht, mit welcher Vehemenz die bayerischen Behörden und vor allem König Max II. ein Exempel statuieren wollten.
Sie finden den Film hier:
Die Einführung in den historischen Kontext von Christine Kohl-Langer (Leiterin des Archivs und Museums in Landau) finden Sie hier:
Das 1792 vom Mainzer Jakobiner Friedrich Lehne gedichtete Freiheitslied „Ich bin eine freier Mann“ interpretieren Klaus Lenz und Heiner Pfaff:






